Die Angst, für immer Single zu bleiben

November 9, 2018

 

 

Wir wollen dir heute von unserer Freundin Ulli (*Name geändert) erzählen:

 

Ulli ist eine wunderschöne, beruflich erfolgreiche, 34-jährige Single-Frau, die vor einiger Zeit beschlossen hat, nicht mehr an die Liebe und schon gar nicht mehr an die Männer zu glauben.

 

Bei einem gemeinsamen Mädels-Treffen erzählte sie uns, dass sie es einfach sowas von leid sei, immer die falschen Männer zu treffen.

 

Das spielt sich immer so ab, dass die Männer die sie trifft, sich nach dem zweiten, dritten Date oder der ersten gemeinsamen Nacht, einfach nicht mehr melden.

Sie sitzt dann immer gekränkt und einsam zu Hause, ist verzweifelt, verunsichert und bitterlich enttäuscht. Sie sucht den Fehler bei sich und fragt sich, warum sie schon wieder Sex hatte, obwohl sie das eigentlich gar nicht wollte. Sie will etwas Ernstes, Beständiges, Langfristiges, Fixes. Und jetzt geht es ihr erstmal wieder nur schlechter und ihr sehnlicher Wunsch erfüllt sich erst recht nicht.

 

Sie sagt, sie hat das Gefühl, gar nicht mehr zu wissen, wer SIE wirklich ist und was SIE wirklich will. Es fällt ihr so schwer, für sich, ihre Werte und auch für ihre Standards einzustehen und sie verliert sich selbst...

Kennst du das vielleicht, dass du Dinge machst, die du gar nicht machen möchtest, nur um jemanden zu gefallen? Du dabei innerlich immer unsicherer wirst und in eine Art Bedürftigkeit rutschst? Du alles dafür tust, um attraktiv und anziehend zu wirken, aber alles nur noch schlimmer, komplizierter und angestrengter wird?

 

Kennen wir alle, nicht wahr?!

Was Ulli jedoch Tag für Tag immer beschäftigt und Druck macht, ist nicht die große Sehnsucht nach DIESER Beziehung. Es ist die Angst, sie nicht zu bekommen. Diese Beziehung die scheinbar alle haben, nur sie nicht, von der ihre Freunde immer sprechen und die sich ihre Familie für sie doch so sehr wünscht. Sie ist doch erst 34 Jahre alt...das kann doch nicht alles gewesen sein?! Bleibt sie wirklich für immer Single!?


Warum bekommt sie nicht diese echte, liebevolle und gesunde Beziehung, die aus Zweisamkeit besteht, in der man gemeinsam die Welt bereist, gemeinsam frei ist und sich einfach liebt, weil jeder so sein kann, wie er/sie ist. Tief in ihr drinnen will sie nur einfach keine Angst mehr haben. Angst, dass sie nicht gut genug ist. Angst,  dass sie übrig bleiben könnte. Angst, dass sie dem „Beziehungs-Fluch“ unterliege, der bedeuten würde, dass SIE diejenige auf der Welt ist, die NICHT für eine Beziehung geschaffen ist. 

"Ich will mir doch einfach nur den Wunsch nach einer richtigen Beziehung mit dem für mich richtigen Mann erfüllen..."

 

Aber hier mal von ganz vorne:

 

 

Was ist eine richtige Liebesbeziehung?



Falls du die perfekte Beziehung suchst, wollen wir hier gleich mal zum Rundumschlag ausholen und behaupten: Die PERFEKTE Beziehung gibt es nicht.
Besonders nicht das, was sich die meisten Menschen darunter vorstellen: dauernde Harmonie, pure Liebe, sich immer geliebt fühlen, keine Probleme und Konflikte, man wird behandelt wie eine Prinzessin und alle Wünsche werden direkt von den Augen abgelesen, ...


All das finden wir allerhöchstens in hyperromantischen Hollywoodfilmen, aber nicht im realen Leben.

Eine echte Beziehung (oder anders ausgedrückt: der für dich „richtige“ Partner), bringt dich am meisten zurück zu deinem wahren Wesenskern und zeigt dir auch deine schlimmsten, schmerzhaftesten und blindesten Flecken auf.



In einer echten Beziehung spürst du, wo du Heilung brauchst und wo du dich am meisten verschlossen hast. Sie bringt dich dazu, hinzufühlen und hinzuschauen. 



In so einer Liebesbeziehung begegnen wir einem Menschen, in dem wir uns widerspiegeln. Einem Menschen, der uns unsere unbewussten Muster, unseren alten Schmerz, unsere tiefen Verletzungen aufzeigt und uns lehrt, wo wir noch heilen dürfen.

Der Grundpfeiler einer echten/gesunden/heilsamen Partnerschaft, ist eine sehr liebevolle, entspannte, harmonische Basis - doch zwischendurch fordert einen der Partner wirklich heraus. Er bringt uns an die eigenen Grenzen. Manchmal vielleicht sogar an den Rand des Wahnsinns. Denn er zeigt uns unbewusst auf, wo wir unser Herz verschlossen halten, wo wir in Angst, statt in Liebe leben. 

Deswegen ist es so wichtig, nicht nach dem Partner zu suchen, der am wenigsten Probleme und Stress bereitet. Es darf Wachstum da sein, es darf Konflikte geben, es darf immer wieder mal reiben.


Wichtig ist, dass Liebesgefühle füreinander da sind. Dann darf man auch dranbleiben, kämpfen, sich einsetzen, Liebe geben ohne etwas als Gegenleistung zu erwarten. 

 

 

 

 


Denn durch den anderen Menschen wachsen und heilen wir und: können uns selbst erkennen

 

Um die erfüllte, liebevolle und heilsame Liebesbeziehung</