Wie gut ist der Selbstwert im Bett? – 6 Wege wie dein Selbstwertgefühl dein Sexleben beeinflusst

March 29, 2018

 

Mädels, was denkt ihr, was braucht es, um wirklich guten Sex zu haben?

Ausgefallene Sexstellungen? Einen heißen Sexpartner? Straffe Oberschenkel? Die neuesten Sexspielzeuge? Rasierte Beine? Sexy Unterwäsche?

Nichts dergleichen. Einzig und allein, ob du mit dir selbst im Reinen bist und ob du zu dir stehst, zählt.

 

 

Um also wirklich guten Sex zu haben, braucht es eine Frau die ihren Wert kennt.

 

Das ist insofern wichtig, weil Frauen mit einem gesunden Selbstwert ganz genau wissen, was sie wollen und was nicht. Sie fühlen sich automatisch sicher und sind dadurch entspannter und zufriedener im Bett und können den Sex mehr genießen.

 

 

Anerkannt und geliebt zu werden, ist ein menschliches Grundbedürfnis

 

Doch viele von uns haben mit einem mangelnden Selbstwert und geringem Selbstbewusstsein zu kämpfen. Dies wiederum hat einen starken Einfluss auf unser Wohlbefinden und auch auf unsere Sexualität.

Der Ursprung eines angeknacksten Selbstwertgefühls ist meist in der Kindheit zu finden, wenn es zum Beispiel an Liebe gemangelt hat, man mit Liebesentzug bestraft wurde oder man einem starken Leistungsdruck standhalten musste.

 

Diese Muster und Gefühle, wie „nicht richtig“, „wertlos“ oder „ungeliebt“ zu sein, bleiben oft bis ins Erwachsenenalter bestehen. Dann suchen wir möglicherweise um jeden Preis die Anerkennung und Wertschätzung im Außen und holen uns Bestätigung über Äußerlichkeiten.

 

Und besonders in dieser schnelllebigen und oberflächlichen Zeit, in der uns tagtäglich Perfektion vorgegaukelt und regelrecht reingepresst wird, fällt es uns oftmals zusätzlich schwer, bei uns zu bleiben und unseren eigenen Weg zu gehen.

Wir fühlen uns verunsichert und reagieren in gewissen Situationen genau gegenteilig von dem, was wir für uns als richtig empfinden.

Wir machen uns selbst runter oder lassen uns zu Dingen hinreißen, die wir gar nicht tun wollen.

...weil wir uns selbst irgendwie verloren haben.

 

 

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Es braucht Stärke, Wille und Energie, deinen eigenen Selbstwert - der vielleicht konträr zu dem ist, was dir vorgegeben oder vielleicht sogar eingeredet wurde - wahrzunehmen, zu entwickeln und zu vertreten.

 

Aber es ist deine Aufgabe, zu lernen, dir selbst Wertschätzung, Anerkennung und Liebe zu schenken. Dann können auch erfüllende Beziehungen ohne Selbstaufgabe gelebt, Lob und Komplimente angenommen und der eigene hohe Wert gefühlt – und danach gehandelt werden.

 

Der eigene Selbstwert ist eine Quelle deiner inneren Kraft. Deinen Selbstwert als Frau immer mehr wachsen zu lassen, ist und bleibt in deinem Leben eine spannende, aufregende und lebenslange Reise.

 

 

6 Wege,  wie dein Selbstwertgefühl dein Sexleben beeinflusst

 

 

1.Komplizierte Partnerwahl

 

Kurz gesagt, bedeutet Selbstliebe und Selbstwert:

„Ich kenne mich und mag mich selbst so wie ich bin. Ich stehe zu mir, meinen Gefühlen, meinen Entscheidungen und zu meinen Grenzen.“

 

Wer einen niedrigen Selbstwert hat, wird sich einen Partner suchen, der respektlos oder wenig wertschätzend mit einem umgeht. 

Einfach erklärt: Wir können nur das bekommen, was wir selbst schon sind. 

Ein starker Mann sucht nach einer starken Frau. Ein selbstbewusster Mann sucht eine selbstbewusste Frau. Ein unglücklicher Mann sucht sich eine unglückliche Frau.

 

 

2. Scham fürs Unperfektsein
 

Frauen mit einem geringen Selbstwert schämen sich – oft vor allem für ihren Körper und ganz besonders für das Zentrum ihrer Lust. 

Sie schämen sich für ihre Figur, die mal nicht (perfekt) rasierte Bikinizone, für zu große oder zu kleine Schamlippen, für Unsicherheiten, für natürliche Körpergerüche - und manches Mal sogar dafür, dass sie sich schämen.

 

Aber ihr tollen Frauen da draußen, ihr könnt euch darauf verlassen: Unsere liebenden Männer sehen unsere selbsterfundenen „Makel“ gar nicht.

Wir dürfen uns und unsere verborgensten Körperstellen offen zeigen, unsere intimsten Sonderwünsche verraten, unsere Lust in jeglicher Form offenbaren und ausleben.

 

Also finde für dich heraus, wer du bist und was dir wirklich gefällt und dann: zeig's ihm ;-)

Schränke nicht ein, was du erleben kannst und schon gar nicht deine Genussfähigkeit: weil du dann, statt ganz in der Lust aufzugehen, immer am Abwerten deines Körpers und Zensieren deines Verhaltens bist.

 

 

3. Sex für Anerkennungs-Suchende

 

Menschen mit niedrigem Selbstwertgefühl werden sich ständig um die Anerkennung anderer bemühen, auch wenn sie sich dessen oftmals gar nicht bewusst sind. Für die meisten Menschen, die nach Bestätigung im Außen suchen, ist es irrsinnig wichtig zu wissen, dass sie erwünscht sind, gemocht werden und gefallen. Bekommen sie diese Bestätigung, gibt ihnen das einen kurzfristigen (und augenscheinlichen) Selbstvertrauens-Schub.

 

Das ist aber eine fiese Täuschung des Egos und bedeutet, dass du dich in Wahrheit selbst im Stich lässt und glaubst, dass du jemanden anderen brauchst, der dich mag oder wertschätzt - anstatt dich selbst zu lieben und loben.

Es ist wunderschön, begehrt zu werden und an unsere tiefsten Wünsche und Bedürfnisse erinnert zu werden. Aber wenn wir das brauchen, um uns gut zu fühlen, läuft etwas schief.

Stützen wir unsere Wertschätzung auf äußere und äußerliche Faktoren, geben wir die (Selbst-)Verantwortung für uns und unser Leben ab. Genau das macht uns unsicher, verletzlich, abhängig, unauthentisch, angreifbar und, ja, zu Opfern.

 

 

4. Der Wunsch, gut zu sein

 

In einer Zeit zu leben, in der wir uns grenzenlos viele Informationen über Sex reinziehen können, ist es für so manche "Sex-Leistungssportler" - die bestrebt sind, der oder die Beste zu sein - eine große Herausforderung.

Das sind oft Menschen, die es lieben, Neues zu lernen und wichtig: sie wollen es gut und sie wollen es richtig lernen.  

Sie werden die meisten Leute übertreffen, wenn es um Sex geht, weil sie sich wirklich die Zeit genommen haben zu erforschen, wie man gut im Bett ist.

Doch die Kehrseite davon ist, dass "gut zu sein" übermäßig wichtig werden und dadurch enormer (Leistungs-)Druck erstehen kann. Wenn wir in allem gut sein müssen, um in Ordnung zu sein, verpassen wir sehr viel an Spaß und vor allem Leichtigkeit bei unseren Lebens- und Lernerfahrungen. Und gerade bzw. ganz besonders beim Sex, darf es leicht und lustvoll her- oder besser gesagt, abgehen.

 

 

5. Sex aus richtigen oder falschen Gründen

 

Einfach ausgedrückt:

Wissen wir nicht genau was wir selbst wert sind, führt uns das manchmal zu Entscheidungen beim Sex, die wir im Nachhinein vielleicht bereuen. Eine sehr häufige Aussage von Frauen nach "nicht-wirklich-gewollten" One-Night-Stands ist: „Das hätte ich mir doch eher sparen können.“

 

Umgekehrt fördert ein gesundes Selbstwertgefühl unsere bewusst getroffenen Entscheidungen. Wir können selbstbestimmt Ja oder Nein sagen, ohne schlechtem Gewissen hinterher.

 

Ein Gefühl des starken Selbstwerts führt dazu, dass du authentische Entscheidungen über deine Sexualität triffst.

Du entscheidest, mit wem und wann du Sex haben möchtest, wie du dich schützt, was dir gefällt und was nicht, worauf du Lust hast es auszuprobieren und worauf nicht, u.s.w.

 

Doch ist dein Selbstwert angekratzt, wirst du immer wieder frustrierende Entscheidungen treffen. Dann weißt du gar nicht so richtig, wer du wirklich bist oder was du wirklich willst. Du glaubst auch nicht an dich und was für eine Königin du in Wirklichkeit bist, sondern du glaubst daran, dass du nur dann liebenswert bist, wenn du gewisse Anforderungen erfüllst. Und dadurch hast du keine Energie mehr übrig, um für dich, deine Wünsche, deine Grenzen und deine Bedürfnisse einzustehen.

Manchmal glauben wir (ob bewusst oder unbewusst), dass Sex alles ist, was wir (jetzt im Moment) anzubieten haben. Wir verschenken uns - meist aus Unsicherheit - an Menschen, denen wir uns gar nicht wirklich hingeben möchten oder die nicht zu schätzen wissen, dass wir uns, unsere Liebe, unseren Körper, unsere Lust und unsere sexuellen Gefühle mit ihnen teilen.

 

Und warum machen wir das? 

Weil wir uns geliebt fühlen möchten.

 

 

Zusammengefasst gesagt

 

...hängen unsere authentischen, liebevollen und gesunden sexuellen Entscheidungen vom Vorhandensein unseres gestärkten Selbstwertgefühls ab.

 

Unser großer Wunsch ist es, dich zu ermutigen, dich mit deinem Selbstwert und deiner Liebesfähigkeit zu beschäftigen und dadurch zu mehr Freiheit, Individualität und Glück zu erlangen.

 

Wir möchten dir Mut machen, dich auf deinen Weg der weiblichen Kraftannahme zu machen und auf deine eigene Intuition zu vertrauen.

 

 

Wenn du deinen Wert kennst

 

Wenn du deinen Wert kennst, bist du dir deiner Stellung im Leben und in deinen Beziehungen bewusst. Du weißt dich zu behaupten und stehst zu deinen Bedürfnissen.

 

Wenn du deinen Wert kennst, bietest du dich nicht an – du lässt dich erobern und man darf sich um dich bemühen, so wie du dich auch bemühst.

 

Wenn du deinen Wert kennst, bist du vollkommen bei dir und strahlst Sicherheit und Selbstbewusstsein aus.

 

Wenn du deinen Wert kennst, fühlst du dich auch ohne Partner vollständig, dein Leben ist rund und eine Liebesbeziehung ist der Bonus oben drauf.

 

Wenn du deinen Wert kennst, erkennst du auch den Wert deines Gegenübers und man begegnet sich auf Augenhöhe.

 

Wenn du deinen Wert kennst, hast du keine Angst davor Fragen zu stellen.

 

Wenn du deinen Wert kennst, wirst du dich nicht verbiegen, um die Liebe und Anerkennung anderer zu bekommen, da du dir das selbst geben kannst.

 

Wenn du deinen Wert kennst, dann kannst du deinem Körper mit Liebe, Achtung und Dankbarkeit begegnen.

 

Wenn du deinen Wert kennst, wirst du auch realisieren, dass dein Wert eben nicht abhängig von anderen Menschen ist und auch nicht von deiner Leistung.

 

 

with much love,

 

Lila & Steffi

 

Wenn du dich in unserem Beitrag wieder findest und auch du dein persönliches „Projekt Selbstwert“ angehen (oder fortsetzen) möchtest, lade dir gerne unser  kraftvolles und kostenloses Selbsterfahrungs-Workbook "Selbstwert in 6 Schritten" runter.

 

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