Warum es sich echt und ehrlich auszahlt, dein Leben authentisch zu gestalten

January 18, 2018

 

„Ich weiß nicht, was es bedeutet, ich selbst zu sein.“ – diese Aussage hat mich die letzten Wochen sehr beschäftigt und fast schon erschreckt. Und das nicht nur deshalb, weil in der heutigen Zeit durch Social Media oft sehr schwer einschätzbar ist, was da eben jetzt echt ist und was nicht, sondern auch, weil ich diesen Satz früher selbst ausgesprochen habe.

 

Ich möchte mich deswegen in diesem Artikel genau mit diesem Thema beschäftigen, da ich das Gefühl habe, dass manch einer von uns mit zu vielen persönlichen Masken herumläuft und das deswegen, weil sie/er davor Angst hat, was passieren könnte, wenn man diese ablegt.

 

Gleich vorweg dazu: dann passiert so einiges.

Wenn du beschließt einen Schritt wieder mehr zu dir und deiner Wahrheit zu stehen, dann können sich enorme Veränderungen einstellen, es können (und dürfen sogar) Menschen gehen oder kommen, die verschiedensten Kontexte können sich ändern und du wirst dadurch bemerken, mit wie vielen Selbsteinschränkungen du bis jetzt durch dein Leben gegangen bist. Dieses Verweilen im Gewohnten und die Angst vor Veränderung, birgt oft die Angst vor der Konsequenz unserer „Ja’s“ und „Nein’s“. Und nicht nur das: auch die Masken, die wir von Kindheit an mitbekommen haben, haben uns auf unserem Weg oft eingeschränkt. Dies sind oft sehr viele, das darf man nicht unterschätzen.

 

Also, was ist es tatsächlich, dass dich nicht deine Grenzen ziehen lässt und ganz und in jeder Situation zu dir stehen lässt?
Was ist es, dass dich nicht zu 100% zu dir stehen lässt, obwohl du in diesem jetzigen Moment bereits bemerkst, dass diese Situation sich nicht richtig anfühlt?

Was ist es, dass die Verantwortung abgeben lässt, um keine eigenen Entscheidungen zu treffen, da du Angst vor dem „Nein“ oder „Ja“ hast?


„Ich weiß, wer ich bin und was ich will.“

...ein sehr kraftvoller Satz, der dich, wenn du ihn aussprichst und dich darauf einlässt, immer weiter genau zu dem führen kann, was du wirklich willst.

Auf meiner kleinen „philosophischen Pinnwand“ in der Küche steht dieser Satz aus einem ganz speziellen Grund. Denn für mich geht es darum, den Weg zu gehen, der mich wissen lässt, wie ich über allem ein selbstbestimmtes und selbstzufriedenes Leben gestalten kann. In tiefster Eigenverantwortung und mit wichtigem Bewusstsein aller Konsequenzen meiner Entscheidungen, Handlungen und Worte.
Das bedeutet für mich, dass auf Grund eines hohen Selbstwertes bewusst ist, die „Macht der Eigenverantwortung“ zu haben und damit umgehen zu können. Dass dies oft Angst machen kann, weil man doch gerne immer wieder dazu neigt, Verantwortung abzugeben, liegt auf der Hand.
Willst du jedoch wirklich wissen, was du von dir und deinem Leben willst und dabei ganz du selbst sein, wirst du über diese Verantwortung über dein eigenes Leben nicht herumkommen. Hauptsache du handelst in Liebe zu dir, deinem Umfeld und vor allem auf diese Weise, die dich danach auf alle Fälle in den Spiegel sehen lässt.


„Ich verändere mich, weil es an mir liegt.“

Man selbst zu sein, ist oft sehr schwierig. So viele Menschen und Dinge wollen uns immer wieder glauben machen, dass es wichtiger ist, sich anzupassen und gemocht zu werden, als zu sich zu stehen. Wobei man festhalten muss, dass „zu sich zu stehen“ nicht gleichzeitig bedeutet, jedem seine Meinung aufzudrücken. Es geht um dieses Gefühl, abseits von Bewertungen und die Akzeptanz verschiedenster Meinungen unterschiedlichster Menschen.


Genau deshalb geht es darum, auch dein Gegenüber so zu lassen und zu nehmen, wie es ist. Denn eines musste ich hart lernen: du kannst dein Gegenüber nicht verändern. Und erst recht nicht deswegen, weil du von dir denkst, dass DU weißt, was für diese Person richtig ist. Auch wenn viele Menschen immer aus Liebe oder einer Retterdynamik heraus für jemand anderen handeln – bedenke dabei immer, dass Veränderung bei dir selbst anfängt. Es kann nämlich durchaus sein, dass dein Gegenüber mit seinem Weg momentan glücklich und zufrieden ist, auch wenn dieser in keinster Weise deiner Vorstellung eines Weges entspricht. Es ist für diesen Menschen vielleicht auch NOCH nicht an der Zeit ist, etwas zu ändern, da noch gewisse Lernerfahrungen fehlen.

Geh deinen Weg. Mit gutem Gefühl. Und sei dabei dankbar für die Menschen, die deinen Weg teilen und unterstützen (sehr dankbar sogar). Deswegen sei dir stets einer Sache bewusst: jeder ist zu seiner Zeit bereit für seine Veränderung und jeder macht zu seiner Zeit seine eigenen Erfahrungen, die ihn oder sie weiterbringen, wenn man daraus lernt. Das bringt dir wichtige Werteflexibilität und lässt dich nicht in Bewertung und Verurteilung kommen.
Lasst uns doch bitte die Einzigartigkeit jedes Menschen feiern und uns dabei dessen bewusst sein, dass wir von jeder Person lernen können. Vor allem dann, wenn wir das Gefühl haben diese Person oder ihre Reise verändern zu müssen, denn dann hat das wohl mit uns selbst und unserer eigenen Geschichte zu tun....


„Um mich wertvoll zu fühlen, muss ich...“

Was ist das erste Wort, dass dir intuitiv zur Vervollständigung dieses Satzes einfällt?

„schön sein“?
„leise sein“?

„perfekt sein“?
„lauter werden“?
„meine Beziehung weiterführen“?
„abnehmen“?
„mein schlechtes Gewissen ablegen“?
„endlich anfangen“?

Bitte lass mich dir eines ganz klar deutlich machen: du MUSST GAR NICHTS. Du darfst nämlich einfach wertvoll sein, genau so wie du bist. Und allem voran darfst du ganz du selbst sein, auch wenn sich das manchmal schwer anfühlt. Deswegen sei dir deiner Antwort auf diesen Satz bewusst und sieh dir diese genau an, damit du dich auf diesem Wege gleich besser kennenlernen kannst.
Ein authentischer Mensch ist sich nämlich all seiner Facetten und Fehler bewusst und weiß, dass das Leben manchmal mehr und manchmal weniger Lernaufgaben stellt, in denen deine Echtheit fast schon getestet wird. Wenn du dir selbst deinen hohen Wert schenkst und für dich einstehen kannst, dann willst du dich in weiterer Folge auch einfach nicht mehr länger mit vermeintlicher Belanglosigkeit beschäftigen. Du bist einfach du. Musst dabei nichts sein. Und bist damit zufrieden.


„Ich kenne mich selbst, weil ich Vergangenes vergeben konnte.“

 

Sich selbst zu kennen, bedeutet sich selbst und seine Fehler zu akzeptieren. Hast du das verstanden und in dein Leben integriert, erlebst großen persönlichen Wachstum. Deswegen ist auch Vergebung so wichtig. Sich selbst zu vergeben, dass man damals nicht „Nein“ oder „Ja“ gesagt hat, ist wertvolle Dankbarkeit gegenüber dir und deinem Selbstwert. Und dann darf das auch endlich einmal mit den unnötigen negativen Selbstbewertungen aufhören....


All das in Kombination stellt einen unfassbaren Schlüssel dar, deinen eigenen hohen Wert zu leben und die Angst vor Konsequenzen endgültig auf der Strecke liegen zu lassen.

Es geht doch darum, dass das, was du tust und fühlst, wichtig ist. Und zwar genau jetzt in diesem Moment. Es geht auch darum, dass du dabei selbst WEISST, dass das, was du tust, und fühlst, wichtig ist! Und du dich dabei nicht von äußeren und inneren kritischen Stimmen ablenken und beeinflussen lässt. Ja, du bist wichtig und das was du tust, ist wichtig. Deswegen nutze jede Chance, dich selbst richtig gut kennenzulernen und dir bewusst zu werden, welchen hohen Wert deine Einzigartigkeit hat. In einer ständigen Verbundenheit zwischen jedem einzelnen Menschen da draußen, immer mit dem wertvollen Wissen, dass Veränderung bei mir selbst beginnt und niemand anderer dafür verantwortlich ist.

Das Herzstück deines hohen Selbstwertes ist dein echtes, ehrliches Sein. Deswegen darfst du dich so richtig trauen zu dir zu stehen und dabei auch sehr gerne deiner Intuition folgen. Sowohl dein Herz und dein Gefühl wissen schon verdammt gut, was richtig für dich ist und wo es für dich hingehen darf.
Dein Leben wird dir sowieso weiterhin zeigen, welcher Weg sich richtig anfühlt und welcher dabei DEIN Weg ist, warum dann nicht gleich auf selbstzufriedene Art und Weise.

 

Liebe an dich,

Lila

 

 

 

PS: